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Gasbohrungen am Langbürgner See, KEIN Beitrag zur Energiewende

Der Bund Naturschutz (BN) fordert einen Verzicht auf die Probebohrung und Gasförderung am Rande des Natur-, Wasserschutz- und FFH-Gebietes "Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte". Die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte ist mit rund 1000 a das größte Naturschutzgebiet des Landkreises Rosenheims und zugleich eines der ältesten Naturschutzgebiete in Bayern. Mit den Übergangsmooren der Seenplatte gehört es zu den ökologisch bedeutendsten Kostbarkeiten des Voralpengebietes. Außerdem werden etliche Gemeinden in der Region mit Trinkwasser aus diesem Gebiet versorgt. Direkt am Rande des FFH-Gebietes, östlich der Kreisstraße "RO 10" plant die RAG Austria zwei Gasbohrungen. Eine davon soll in Richtung FFH-Gebiet, unter den Langbürgner See führen, da dort Erdgasvorkommen erwartet werden. Der BN fordert einen Verzicht auf die geplante Probebohrung und Gasförderung, da bei diesem Vorhaben durch die Bohrung und den Betrieb eine Gefährdung des FFH-Gebietes und des Wasserschutzgebietes nicht ausgeschlossen werden kann. Naturschutz endet nicht auf dem Erdboden, Natur ist auch unter der Erde! Der Vorsitzende der Kreisgruppe Rosenheim, Peter Kasperczyk, widersprach den Darstellungen in den Medien, dass dieses Vorhaben ein Beitrag zur Energiewende ist. "Um die Ziele der beschlossenen Energiewende zu erreichen, müssen Maßnahmen zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau von erneuerbaren Energien erfolgen und nicht die Förderung von Erdgas gesteigert werden". "Obwohl Erdgas durch die geringere Verunreinigung sauberer verbrennt als andere fossile Brennstoffe, tragen Förderung, Transport, Verarbeitung und Verbrennung von Erdgas zur Freisetzung der Treibhausgase Methan und Kohlenstoffdioxid bei. Mit der geplanten Förderung würde nur exportiertes Erdgas durch inländisches Erdgas ersetzt werden", betont er.

Die Kreisgruppe Rosenheim unterstützt die betroffenen Bürger und Gemeindeverwaltungen und die Bürgerinitiative "gegen Erdgasbohrungen" in ihrem Widerstand gegen die in diesem Gebiet unsinnige Erdgasförderung.

Ansprechpartner: Peter Kasperczyk, 1. Vorsitzender BN in Bayern e.V., Kreisgruppe Rosenheim, Steinbökstr. 7, 83022 Rosenheim, Tel.: 08031/ 12882
www.rosenheim.bund-naturschutz.de