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Mauerkirchen

Der Ortsname (ursprünglich Murichiricha) weist auf römische Besiedelung hin. Er enthält das vom Lateinischen abgeleitete mur für „Mauer“ und chiricha für „Kirche“ und kann damit als Kirche in der Nähe von gemauerten Gebäuden oder aus(römischen) Mauerresten gemauerte Kirche gedeutet werden. Entsprechende Funde römischer Mauerzüge bestätigen diese Deutung. Es wird vermutet das 924 der Edle Mathfried dem Erzbischof Adalbert II. von Salzburg sein Erbgut „Mürchiricha“ (Mauerkirchen) übergab. Die erste sichere Erwähnung von „Murinchirichen“ im Chiemgau findet sich im Codex Falkensteinensis um 1180. Der Ortsnamen-Wortstamm „Mauer“ (murus) verweist auf einen römischen Gutshof, eine „Villa“ in der Nähe der Kirche. Die Kirche selbst wurde nachweislich auf römischen Siedlungsgebiet erbaut. Im 14. Jahrhundert gehörte Mauerkirchen zum Machtbereich Hirnsberg. Der Ort gehörte zur Hauptmannschaft Endorf, die anfangs des 19. Jahrhunderts in mehrere Gemeinden unterteilt wurde, darunter die Gemeinde Mauerkirchen.